Rezensionen

Rezension: Walter Moers – Der Bücherdrache

Ich weiß, dass ich nichts weiß

Schwur der Ormlinge

Endlich gibt es nach dem kleinen Briefroman „Weihnachten auf der Lindwurmfeste“ aus letztem Jahr eine Erzählung aus Zamonien, die sich wieder wie ein Zamonien-Roman anfühlt.

Als großer Fan der Bücher und Geschichten von Walter Moers (inklusive Tattoo eines Buchlings) war es selbstverständlich, dass auch „Der Bücherdrache“ sofort gekauft und gelesen werden musste.

Zuerst muss man dazu sagen, dass dieses Buch vergleichsweise kurz ausfällt für einen Zamonien-Roman, lediglich 164 Seiten. Weitere 16 Seiten fallen auf eine Leseprobe zum kommenden „Die Insel der 1000 Leuchttürme“.
Dass in einem Hardcover bei Walter Moers eine Leseprobe enthalten ist, hat mich etwas verwundert, aber umso mehr gefreut, immerhin sagt mir das, dass es in absehbarer Zeit eine neue Geschichte um Hildegunst von Mythenmetz geben wird.

Nun aber zum Buch und die erzählte Geschichte!
Die Aufmachung und die Qualität sind in gewohnter Stärke. Das Buch kommt im typischen „Zamonien-Format“ und passt daher problemlos zu den anderen Hardcovern aus Zamonien. Auch der Bücherdrache kommt mit edlem Schutzumschlag und Lesebändchen. Und wie bei allen bisherigen zamonischen Hardcovern ist sowohl der Schutzumschlag als auch das Cover selbst geprägt und entspricht der Struktur der Covergrafik.

Die Geschichte selbst wird nur indirekt von Hildegunst erzählt, sondern stattdessen durch den kleinen Buchling Hildegunst Zwei, welchen man in „Die Stadt der träumenden Bücher“ kennenlernt.

Hildegunst Zwei erfährt von der Legende um Nathaviel, dem Bücherdrachen, welcher in den Katakomben im Ormsumpf hausen soll und jede Frage beantworten könne. So beginnt das kleine Abenteuer des kleinen Buchlings.

Als Leser lernt man schnell Hildegunst Zwei besser kennen und kann sich auch in seine Abenteuerlust einfinden. „Der Bücherdrache“ macht daher viel Spaß, da man in Moers-typischer Manier die Charaktere beschrieben und stellenweise illustriert bekommt.
Nathaviel, den namensgebenden Bücherderachen, lernt man im Verlauf der Geschichte sehr schnell kennen, allerdings hat Nathaviel meiner Meinung nach zu wenig Charakterentwicklung während der Zeit, dass man zwar Nataviels Geschichte durchaus gerne hört, das Ende aber trotzdem ein wenig überstürzt wirkt. Trotzdem war die ganze Geschichte sehr gut ge- und beschrieben und hat mir beim Lesen sehr viel Spaß gemacht! Was mir sehr gefallen hat waren die Comic-Passagen am Anfang und Ende des Buches, welche einen sehr guten Rahmen und den Hauptteil gebildet haben. Über solche Mischungen zwischen Comic und Roman würde ich mich in Zukunft natürlich freuen, da sie wieder etwas anderes sind als man es von anderen Romanen kennt. Und ich denke, dass wir in Zukunft nochmal etwas von Hildegunst Zwei und seinen Abenteuern hören werden.

Was zum „Bücherdrachen“ noch gesagt werden sollte ist, dass man ihn unbedingt erst nach der „Stadt der träumenden Bücher“ lesen sollte, da man sonst die Beziehung zwischen Hildegunst und Hildegunst Zwei nur schlecht erkennt.

Zusammengefasst lässt sich, trotz der kleinen Kritik zu Nathaviel selbst, sagen, dass mir das Buch viel Spaß gemacht hat und ich mich klar zu einer Empfehlung positionieren kann!

Danke, Walter Moers, für die regelmäßigen Reisen nach Zamonien! Ich freue mich auf die kommenden Geschichten.

Habt ihr den Bücherdrachen schon gelesen? Wie ist eure Meinung dazu?

Bücher sind das beste Schmerzmittel, um das Leben zu ertragen.

Nataviel, der Bücherdrache

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